Archiv der Kategorie: Island Fotoreise

Packliste Klamotten

Packliste der Klamotten

Hier die Liste der Klamotten und anderer Gegenstände, die mit nach Island mussten:

Gegenstandgebraucht
Warmer Parkaja
Ersatzjacke (wind- und wasserdicht, aber nicht so warm)bei der Anreise
2 warme Outdoorhosen 1 gebraucht
1 Regenhosenein
2 Jeans1 gebraucht
Jogginghoseja
2x Funktionsunterwäsche (lange Unterhosen, Unterhemden)ja
mehrere Sets normale Unterwäscheja
2x Funktionssocken, warmja
mehrere Paar normale Sockenja
1 Paar wasserdichte Sockennein
Wanderstiefelja
Ersatz-Wanderschuheja
Gummistiefelja
Spikes für die Wanderschuheja, sollten am Fotorucksack baumeln 😉
Hausschuheja
Badeschuheja
T-Shirtsja
warmen Pullovernein
Schlafanzugja
Mützeja
Sturmhaubeja
Handschuhe, warme und Rollei-Kamerahandschuheja
Sonstiges
Thermosflasche(n)ja, eine für kaltes und eine für heißes Wasser oder mit warmen Tee.
Outdoorsitzkissennein
Gurte, um etwas am Rucksack zu befestigenja, z.B. für die Trinkflaschen
diverse Ladegeräteja
Taschenmessernein
Stift, Blockja
Einkaufstascheja
Schereja
Kulturbeutel mit Waschzeugs wie Rasierapparat, Zahnbürste, Deo, Nagelclip, Haarbürste,…ja
Pflaster, Blasenpflasterja, aber nicht für mich
Schmerztabletten, Durchfallmittel, Desinfektionsmittelnein, sollte aber dabei sein
Krankenkarte, Notfall-Nr. der Zusatzversicherung, Ausweis, Kreditkarte, Handy, Ersatzbrille, FFP2-Maske, Liste mit Adressen zum Schreiben von Postkartensollte immer dabei sein
Bargeldnur für Deutschland, in Island kann alles mit Kreditkarte bezahlt werden

Mein Koffer wog 24kg und ich hatte 2 Handgepäckstücke (Fotorucksack und ein normaler Rucksack) dabei.

Packliste Kamera-Ausrüstung

Packliste der Kameraausrüstung

GegenstandGebraucht
2 Kameras, 1x Nikon D850, 1x Nikon D750ja, aber eine hätte ausgereicht
Standard-Zoom (24-105)mmja, sehr intensiv
Tele-Zoom (150-600)mmja, intensiv
Weitwinkel-Zoom (14-24)mmja, unumgänglich für Island (wegen der 14mm)
Weitwinkel 20mmja, 1x, um ND-Filter montieren zu können
Normalobjektiv 50mmnein
Makro 105mmnein
5 Akkus + 2 Ladegeräte3 Akkus hätten gereicht, Ladegeräte beide gebraucht, um parallel 2 Akkus zu laden
3er Set ND-Filter, Verlaufsfilter (soft), Polfilter, Halterungja, unbedingt
Fernauslösernein
5 Speicherkartenja
Stativ (Rollei Lion Rock Traveller M)ja, war prima
Stativ (Rollei Compact Traveller Mini)1x
Regenschutz, zugeschnittene Plastiktütennein, sollte aber dabei sein
Handtuch, um Feuchtigkeit zu entfernenja
Fotorucksackunentbehrlich
Taschenlampenein
Stirnlampeja, zwingend

Was hat gefehlt?
Teleobjektiv 70-300: Da hätte ich die ND-Filter montieren können, die nicht auf das 150-600 wegen des immensen Durchmessers gepasst haben.

Sonstige Technik, die dabei war:
Laptop, externe Festplatte, Speicherkarten-Lesegerät

Fotoreise nach Island

Fotoreise nach Island

26.03.2023: Die Reise ist vorbei. Ich bin wieder zurück. Die Tage waren sehr beeindruckend und teils sehr emotional. Die Natur Islands ist geprägt von Gegensätzen, einer wunderschönen und bizarren Landschaft und das Wetter trägt auch noch seinen Teil zu diesem Eindruck bei.

Resümee zu dieser Reise:
Veranstalter:
Gebucht hatte ich die Reise bei Frank Fischer Fotoschule (ff-fotoschule.de). Bei dieser Reise war der Chef persönlich dabei und ein freier Mitarbeiter (Matse). Insgesamt waren wir 12 Personen, also 2 Betreuer und 10 Teilnehmer.
Tja, was soll ich sagen: 5 Sterne, alles bestens organisiert, viel Erfahrung, super nett, flexibel, geduldig, hilfsbereit, (fast) immer gute Laune, beide super Fotografen und verstehen Spaß!

Teilnehmer:
Keine Probleme, super Haufen, lustige Leute – wir hatten viel Spaß! Ich würde mal sagen: Lauter Verrückte und Fotobegeisterte.

Wetter:
Die ersten Tage Frühlingswetter mit viel Sonne. Dann ein Schneesturm, der uns die Rückreise versperrte (Windböen bis knapp 200km/h sorgten für Straßensperren und verhinderten so unsere geplante Rückreise. Kein Problem – Frank hat’s organisiert und wir sind einfach einen Tag länger im Hotel geblieben.
Keinen einzigen Tropfen Regen hatten wir auf der ganzen Tour!

Sehenswürdigkeiten:
Perfekt! Von allem etwas dabei. Von Wasserfällen über Gletscherseen und Gletscher, Küste und Meer bis hin zu einer Tour ins Hochland. Das arme Mietfahrzeug.

Kollateralschäden:
Leider ja. Ein Stativ wurde vom Wind umgeweht – Kratzer im Objektiv, eine Kamera ging samt Stativ im Nordatlantik baden und eine Teilnehmer wurde samt Kamera auf dem Bauch liegend von einer Welle „überrollt“. Folgen: Kameras im Eimer. Zweitkameras kamen zum Einsatz. Bilder waren aber alle noch auf den Speicherkarten!
Verlorene Objektivdeckel, Wasser in den Schuhen, Blasen an den Füßen seien hier nicht weiter erwähnt.
Es gab keinerlei krankheits- oder unfallbedingte bedingte Ausfälle. Toi toi toi!

Essen:
Frühstück war im Buchungspreis enthalten, wir waren ein paar Mal im Supermarkt für das Tägliche einkaufen und abends waren wir immer zusammen gut essen. Fish of the day, Soup of the day, Lamm (Lamb of the day?), Rentierbürger, Lammtartar waren so meine Lieblinge.

Unterkünfte:
Bis auf die letzte alle gut. Nicht, dass die letzte schlecht war, aber es war nicht das klassische Hotel, sondern ein Gästehaus. Aber auch in Ordnung. Frühstück musste man sich halt selbst machen und es gab nur Gemeinschaftsduschen und -WCs. Für mein Gefühl etwas zu wenige.

Eindrücke:
Hammer! Mehr gibt es nicht zu sagen.

Kamera-Equipment:
Ich habe alles gebraucht…Mein Tele 70-300 hätte ich noch mitnehmen sollen. Blieb aber aus Gewichtsgründen zu Hause. Hier die Liste der Kameraausrüstung.

Klamotten:
Regenhose war nicht notwendig, der Parka fast ein bisschen warm – vor allem bei den längeren Laufstrecken. Aber sonst alles perfekt. Notwendig sind eine Sturmhaube und die gekauften Spikes! Hier meine Packliste.

Schlaf:
Manches Mal ein bisschen zu wenig. Aber das ganze Adrenalin im Körper sorgt für die notwendige Energie!

Anreise:
Es war eine gute Idee, die Nacht vorher in Frankfurt zu verbringen. Dadurch war alles sehr entspannt. Achja, ein Tipp: Reise nie Business Class! Warum? Na, ganz klar, Du wirst nicht mehr anders fliegen wollen….;-)

Gesamturteil:
Dringend empfehlenswert – unbedingt machen!

Wen es interessiert… Am Ende gibt’s ein paar Zeilen zur Vorbereitung und den sonstigen Dingen dieser Reise. Kosten der Reise siehe unten.

Hier nun die Stationen der Reise und natürlich Bilder und die ein oder andere kleine Geschichte.

16.03.2023
Wie geplant hat alles geklappt. Mit leichter Verspätung sind wir in Island (auf Island?) angekommen. Bis alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort waren, war es dann etwa 17:00Uhr. Dann ab ins Hotel und los zum Lawafeld des Vulkans Fagradalsfjall. Nicht mehr aktiv, aber trotzdem beeindruckend ist diese Mondlandschaft. Und man erkennt, dass die erstarrte Lava immer noch heiß ist. Nach dieser ersten kleinen Wanderung galt es dann abends im Hotel das erste Islandessen zu genießen. Lecker Fisch!

17.03.2023
Der erste Wasserfall stand auf dem Programm. Wir waren am Öxarárfoss, direkt am Grabenbruch gelegen, wo die eurasische und nordamerikanische Kontinentalplatten auseinanderdriften. Jedes Jahr bewegen sich die Platten um ca. 2cm auseinander. Es ist beeindruckend sich in dieser Zone zu bewegen. Aber irgendwie auch etwas gruselig, weiß man doch, dass hier alles in Bewegung ist.

Dann ging es zu „dem“ Geysir auf Island. Ein besonderes Schauspiel ist hier etwa alle 7 Minuten zu sehen. Um den ganzen Bewegungsablauf fototechnisch einzufangen, habe ich letztlich mit „Dauerfeuer“ fotografiert. Die Kamera lief heiß…

Nach diesen heißen Quellen sind wir zum Gullfoss, einem sehr beeindruckenden Wasserfall, gefahren. Aufgrund des weit verbreiteten Eises und den dadurch sehr glatten Wegen, war ein dichtes Herankommen wie im Sommer leider nicht möglich. Nichtsdestotrotz ist das Getöse erheblich.

Nach einem guten Abendessen und einem teuren Bier ging’s auf’s Zimmer. Schon leicht erschöpft vom eindrucksvollen Tag. Dann eine Whatsapp-Nachricht. Polarlichter! Also Zeugs zusammengepackt, warm angezogen, immerhin war es schon etwa 0:30Uhr, und los. Die ersten waren schon draußen, teils in Hausschuhen oder Schlafanzughosen. Aber was tut man nicht alles, um dieses Spektakel zu erleben. Gegen 1:30Uhr waren die ersten Polarlichter gesichtet und im Kasten und wir im Nest.

18.03.2023
Ein toller Tag mit einer kräftigen Wanderung. Etwa 12 Kilometer durch nicht ganz einfaches Gelände. Wir waren auf dem Weg zum Bruarfoss. Zur Zeit sind die Wasserfälle massiv zugefroren, aber nicht weniger beeindruckend. Vor allem war der Matsch auf dem Weg gefroren. Sonst wäre es wirklich anstrengend gewesen!
Wir haben hier derzeit ein so perfektes Wetter, dass es schon unglaublich ist. Kein Regen, wenig Wind, Sonne, ein paar Wölkchen. Nur tun einem abends die Füße weh. Aber es ist eben keine Tour, bei der man mit dem Auto zur Sehenswürdigkeit fährt, ein paar Fotos schießt und weiter geht’s.

Ein weiterer Wasserfall, der nur über eine F-Straße zu erreichen ist -den Namen muss ich noch ermitteln- stand auf dem Programm. Es ging wieder zu Fuß über einen steilen Weg über einen Berg, hinter dem sich ein Tal mit einem Wasserfall erstreckt wie aus dem Bilderbuch. Ein traumhaftes Stück Natur, an dem wir ganz alleine waren und die Ruhe, das gute Wetter und die Natur genießen konnten.

19.03.2023
Heute gab’s eine lange Autofahrt in Richtung Gletscherlagune, vorbei an Vik.

Unterwegs trafen wir zwei Frauen, die etwas Probleme mit ihrem kleinen Jeep hatten. Wir leiteten sie ein wenig an und schon klappte es auch mit dem Herausfahren aus der kleinen Schneewehe am Parkplatz. Abends trafen wir sie dann wieder in unserem Hotel. Eigentlich saßen wir gemütlich zusammen und besprachen Bilder, als die zwei abends hereinkamen und uns Handybilder mit leichten Grünton zeigten. Also los! Polarlichter! Hinter dem Hotel stiegen wir den Berg hinauf, bauten die Kameras auf und es gab die ersten richtigen Polarlichter. Welche Begeisterung!

20.03.2023
Heute ist das Wetter durchwachsen. Bedeckt, windig, -4°C, ganz leichter Schneefall. Es geht zum Vestrahorn. Trotz des „schlechten“ Wetters stehen wir am Wasser und machen Bilder. Dann die schlechte Nachricht: Ein Schneesturm zieht auf und es besteht die Gefahr, dass die Ringstraße im Südwesten gesperrt werden könnte. Eigentlich soll es morgen weitergehen. Lagebesprechung: Heute noch abfahren oder eine Nacht länger bleiben. Wir sind im Hotel Smyrlabjörg. Nach Abwägen der Risiken, dem Absprechen mit Einheimischen entscheiden wir einen Tag länger in diesem Hotel zu bleiben. Vom Hotel aus kein Problem. Und eine Straßensperrung würde eh dazu führen, dass keinen neuen Gäste durchkommen….
Achja, da war noch etwas…..Da von der Gletscherlagune keine Eisbrocken in Richtung Diamond-Beach schwimmen, weil alles zugefroren ist, haben wir heute Eisbrocken von einem Gletschersee mit dem Auto in Richtung Hotel transportiert.

Nach Vestrahorn sind wir zum Gletschersee des Gletschers Hoffellsjökull gefahren. Naja, fahren ist etwas übertrieben. Mit den Allradfahrzeugen über eine Straße, die nicht mehr so ganz gefunden werden konnte, weil durch Wasser, Wind, Winter und teils mit tiefen steinigen Rillen versehen, eigentlich keine Straße vorhanden war. Markierungen gab’s sowieso keine…aber wir kamen durch! Frank und Matse haben das toll gemeistert.
Am Rande des Sees gibt’s Treibsand! Also Vorsicht! Bei uns war der Boden gefroren, also keine Gefahr. Aber sonst nicht zu unterschätzen!

Abends sind wir in der Nähe des Hotels noch ins Hochland gefahren. Dieses Mal war die Straße „gut“, vereinzelt vereist, aber mit Allrad und Spikes auf den Reifen alles kein Problem. Und dann kam ein Stück, wo es wirklich steil bergab ging. Das haben wir gelassen, das Fahrzeug dort abgestellt und Fotos gemacht. Eigentlich auch wieder ein kleiner Wasserfall oben in den Bergen. Aber wie zu dieser Jahreszeit zu erwarten – zugefroren. Trotzdem eine beeindruckende Gegend und Natur, die die Bilder nicht wirklich Bild wiedergeben können. Nur das Fahrzeug sah hinterher etwas aus…

21.03.2023
Die Ringstraße ist ab der Gletscherlagune in Richtung Westen gesperrt. Also fahren wir zur Gletscherlagune und machen auf der Meerseite und bei der Gletscherlagune ein paar Fotos. „Leichtes“ Schneetreiben und kräftiger eisiger Wind halten uns nicht vom Fotografieren ab. Ich versuche mehrfach das ablaufende Wasser einer Welle einzufangen. Klappt eher nicht. Aber der kleine Eisbocken, den wir dabei hatten, wurde quasi in ruhigem Wasser abgelichtet. Dann die Info, dass hundert Meter weiter die Brandung deutlich stärker ist und man dort die mitgebrachten Eisblöcke positionieren könnte. Also los: Den größten Eisblock geholt, untern Arm geklemmt und ans Wasser geschleppt. Was ne Plackerei mit Stativ und Kamera dabei. Aber mit Zwischenstopp hat’s geklappt.
Alles aufgebaut……….Plan: Wasser umspült den Eisblock und das ablaufende Wasser wird mit einer Langzeitbelichtung fotografiert. Soweit der Plan. Fotos klappen nicht. Dann kommt ’ne Welle überspült den Eisblock, ich reiße an meinem Stativ, um die Kamera in Sicherheit zu bringen. Jetzt aber los in Richtung Ufer! Wasser kann schnell sein….Ergebnis: Schuhe voller Wasser und ……Eisblock weg! Was für ein Schei….
Hier die Bilder dieses Tages. Aufgenommen an der (No-) Diamond Beach , Gletscherlagune, in der Nähe des Hotels und im Hafen von Höfn gegen Abend.

22.03.2023
Eigentlich sind wir auf der Rückfahrt. Eigentlich. Wir wissen nicht, ob wir durchkommen. Noch ist die Straße ab der Gletscherlagune/Diamond-Beach gesperrt. Wir fahren zur (No-)Diamond Beach. Wetter ist eigentlich gar nicht schlecht. Aber weiter westlich geht’s noch ganz schön zur Sache und die Straßen sind noch nicht geräumt. Wir machen was? Klar – Fotos! Und dann entdecken wir ihn, den harten Typ, der sich auf’s Baden vorbereitet. Aus Schutz seiner Persönlichkeit fehlt hier das Bild, wie er schwimmt. Aber er tut’s!

Wir fahren nach einem Kaffee wieder in Richtung Hotel und wollen dort die Öffnung der Ringstraße abwarten. Matse nutzt die Zeit und beginnt einen Portrait-Workshop. Er spricht die 19jährige Marline an, die auch mit ihrer Großmutter die Öffnung der Ringstraße abwartet. Matse macht etwas Theorie, spricht mit „unserem“ Model, wir machen ein paar Fotos…..Ringstraße ist offen! Wir packen zusammen und los geht’s.
Es ist eine spannende Rückfahrt. Durch Wind und Schnee, teils wenig Sicht, aber die Straße ist frei. Ein kleines Abenteuer und für unsere Fahrer schon anstrengend. Teilweise kaum Sicht durch das Schneegestöber. Frank und Matse fahren uns aber sicher in Richtung Vik. Dort machen wir eine Abendessenspause (Rentierburger) und weiter geht’s ins Hotel. Wir kommen gegen 0:30Uhr dort an, checken ein und treffen uns noch an der Bar auf ein Bierchen. Gegen 02:00Uhr geht’s ins Nest. Vorher schreibe ich aber noch zwei versprochene Postkarten….

23.03.2023
Letzter Tag. Wir starten gegen 09:30Uhr zu unseren letzten Sehenswürdigkeiten: Black Beach bei Vik (ja, wir fahren wieder ein gutes Stück zurück), zum Skogafoss, Seljalandsfoss, zum Gletscher zum Anfassen (Sölheimajökull), zur Strandakirkja und dann zum Abendessen in Papa’s Restaurant in Grindavik. Best fish and chips ever!
Und natürlich haben wir versucht, in Keflavik noch ein paar Polarlichter zu fotografieren. Aber das war dann doch eher enttäuschend. Leider sind die ersten unserer Gruppe schon sehr früh (gegen 5Uhr am nächsten Morgen) wieder gen Heimat geflogen.

Die Fotografie des Wasserfalls bei Nacht ist am 22.03. in der Nacht entstanden. Wieder auf der „Jagd“ nach Polarlichtern (Wasserfall und Polarlichter wären ein tolles Fotomotiv gewesen). Eigentlich hat uns der Spanier mit seiner Nachtbeleuchtung des Wasserfalls (keine Ahnung, was der für LED-Funzeln dabei hatte) ja geärgert. Bei einer solchen Helligkeit gibt’s keine Polarlichter. Aber die kamen sowieso nicht. Und dann hatte ein so beleuchteter Wasserfall bei Nacht doch etwas.


24.03.2023
Mich hat’s heute komplett geflasht. Gestern war der letzte Tag und heute sind fast alle Teilnehmer abgereist. Ich hatte eine Nacht mehr gebucht, weil es keinen anderen Lufthansa-Flieger gab. Manches Mal ist das wohl Bestimmung. Unsere Reiseleitung, Frank und Matthias (aber dazu später noch mehr) haben mich noch den Tag über mitgenommen. Es waren Polarlichter mit einem KP von 5 angesagt und an der Küste bei Keflavik ein Aufklaren des Himmels gegen 20Uhr im Wetterbericht vorhergesagt. So haben wir tagsüber mehrere Locations angefahren – Leuchttürme, Kirchen,….. Zum Schluss haben wir zwei Locations favorisiert. Eine Kirche (Hvalsneskirkja) und ein Schiff auf dem Trockenen bei Garður Old Lighthouse.
Wir trafen uns mit Manfred, einem Fotografen aus Österreich, der zum Polarlichterfotografieren extra angereist war, zum Essen im Restaurant bei Garður Old Lighthouse getroffen. Gegen 20:30Uhr setzen wir uns in Bewegung in Richtung Kirche. Am Anfang sah es noch nicht ganz so gut aus, noch zu viel Licht durch die langanhaltende Dämmerung. Doch dann ging das Spektakel am Himmel los. Mich hat’s komplett geflasht. So etwas habe ich noch nicht gesehen! Keine Ahnung, wie viele Bilder ich geschossen habe. Eines besser als das andere. Auf dem ganzen Himmel rund um uns herum „tanzten“ die Polarlichter und ließen einen nicht mehr los. Es war eine sehr mystische Stimmung.

Dann ging’s irgendwann weiter zum Leuchtturm mit dem „gestrandeten“ Schiff“. Wir dachten schon, es gäbe keine Aktivitäten mehr am Himmel und dann ging’s auch dort nochmals los.

Ich habe die Zeit auch genutzt, um nur in den Himmel zu schauen und nicht nur zu fotografieren. Für mich immer wieder wichtig, nicht nur durch die Linse zu schauen. Mich haben die Lichter mächtig beeindruckt und mich hat mal wieder die Schönheit unseres Planeten sehr berührt. Aber auch traurig gemacht, weil wir auf dem besten Wege sind, dieses Wunderwerk der Natur zu zerstören.

25.03.2023
Heute war ich noch in Reykjavik ein bisschen „Stadtbummel“ machen. Alex von den Teilnehmern traf ich noch in Reykjavik beim Ticketkauf zu einer Walfahrt. Erst dachte ich auch noch, mich auf das Schiff zu begeben und ein wenig Wale zu beobachten. Aber dann sah ich die Menschenmassen, die sich auf die Schiffe „wälzten“. Nein, das war es nicht, was ich wollte. Also bummelte ich noch durch die Stadt, aß ein Lammtartar und begab mich in die Kirche in Reykjavik. Dort konnte ich noch einer Generalprobe zu einem Kirchenkonzert mit Chor lauschen. Das tat als Abschluss dieser doch ereignisreichen Zeit richtig gut. Natürlich gab’s auch ein paar Bilder…

Jetzt sitze ich im Flughafen und warte auf das Öffnen der Check-In-Schalter. Obwohl nicht ganz – Frank hat noch meinen Koffer und bringt ihn mit zum Flughafen. Abflug 00:25Uhr in Richtung Frankfurt.

Achja, die Papageientauchersocken für meine Frau als Mitbringsel passen 🙂

…und natürlich gab es noch jede Menge Bilder von unterwegs. Hier ein kleiner Ausschnitt:

@Frank und Matthias:
Ein DICKES DANKE für diese tollen Tage! Mir hat’s irre Spaß gemacht. Der langgehegte Wunsch einer Island-Fotoreise ist in Erfüllung gegangen und das auf eine Art und Weise, die ich mir nicht besser hätte vorstellen können!

Vorbereitungen und ein paar wissenswerte Infos:

Ein kleiner Bericht zu den Vorbereitungen, aktuellstes oben, folgt nach der Kostenaufstellung.
Hier ein Blick auf die Kosten:

AufwendungBetrag
Reisekosten komplett incl. Rücktrittskostenversicherung,
Hotel in Frankfurt, Taxi, Bahnticket, Flug, Veranstalter
    4.567,65 €
notwendige neu zu beschaffende Kleidung     1.196,81 €
Fotoequipment für diese Reise im Laufe eines Jahres angeschafft    2.328,73 €
Kosten in Island (hauptsächlich Verpflegung)       675,29 €
Sonstiges       121,99 €
Gesamt:   8.890,47 €

Tja und jetzt ist’s ganz einfach. Damit sich die Aufwände rechnen, müssen mit dem angeschafften Equipment (Kleidung, Fotozeugs) weitere Reisen gemacht werden!
Ich denke, im Herbst werde ich „Venedig im Nebel“ für eine Woche mitmachen. 😉

15.03.2023
Koffer sind gepackt, alles verstaut und dann ging’s heute los nach Frankfurt. Den Panoramakopf und ein Objektiv musste ich aufgrund des Gewichts zu Hause lassen. Ich war dann doch bei deutlich über 16kg Handgepäck. Mehr gibt es jetzt noch nicht zu erzählen. Fahrtechnisch hat alles geklappt. Vorsichtshalber hatte ich auch einen Zug früher von Aalen nach Stuttgart genommen – man weiß ja nie.
Gepäck konnte ich in Frankfurt schon aufgeben und die Bordkarte halte ich nun in meinen Händen. Das Hotel in Frankfurt hatte ich Anfang Januar über expedia gebucht. Auch das hat alles geklappt. So kann es dann morgen losgehen…

24.02.2023
Es kam das Thema Kameraversicherung hoch. Ich habe mich in den letzten Tagen etwas schlau gemacht. Es wäre ärgerlich, wenn eine der Kameras ins Wasser fallen würde. Ich habe einen Anbieter gefunden, der Kurzzeitversicherungen für 14 bzw. 28 Tage abschließt. Für 14 Tage liegen die Kosten bei etwas über 50€. Das werde ich wohl noch abschließen. Dann sind die Chancen gut, dass nichts passiert 🙂

Das nächste Thema ist das sichere Speichern der hoffentlich guten Bilder. Ich werde folgenden Weg gehen:
1. Die Bilder schon beim Fotografieren auf zwei Speicherkarten in der Kamera abspeichern. Also die zweite Speicherkarte als Backup benutzen. Da ich nur im RAW-Format fotografieren werde, wären damit alle RAW-Bilder zweimal vorhanden.
2. Die Bilder von der Kamera so schnell wie möglich auf den mitgenommenen Laptop kopieren und auf die noch zusätzliche externe Festplatte.
3. Wenn es die Internet-Verbindung hergibt und genügend freie Zeit vorhanden ist, werde ich die Bilder noch zusätzlich in der Cloud, in diesem Fall wohl auf OneDrive , sichern. Also Zugangsdaten nicht vergessen!
4. Erst dann werden die Bilder von den Kamera-Speicherkarten gelöscht um für neue Bilder Platz zu machen.

Achja, da war noch etwas. Fjällräven empfiehlt die gekaufte Hose zu wachsen, um sie 100%ig wasserdicht zu bekommen. Also heute noch das Wachs bestellt! Kaufen hier im Laden war nicht.

11.02.2023
Erster Packtest. Ergebnis: Mein Koffer ist viel zu klein! Aber die Lage ist entspannt. Ich nehme den meiner Tochter.
Dann habe ich mal eine erste Kostenaufstellung gemacht. Inzwischen bin ich bei über 7500€. Eine Person! Die reinen Reisekosten liegen derzeit bei etwa 4300€, die Differenz ist für Kleidung und Kamerazubehör draufgegangen. Da ist allerdings auch ein Objektiv für ca. 1200€ dabei. Aber letztlich habe ich es für Island angeschafft (Sigma 14-24mm). Wenn man es ganz genau nimmt, habe ich auch die Kamera (Nikon D850) für diesen Trip gekauft. Aber die rechne ich mal nicht hinzu.
Ich bin gespannt, was ich in Island noch „zum Leben“ brauche. Die Reiseleitung geht von ca. 50€ pro Tag aus.
Da mein Rückflug etwas unglücklich liegt (26.03.2023, 0:25Uhr) bleibe ich in der letzten Unterkunft einen Tag länger. Den Samstag werde ich vielleicht nutzen, um in der blauen Lagune zu entspannen.

03.02.2023
Wetter ist besch……eiden. Kräftiger Wind, immer wieder Regen bei etwa 4°C – einfach toll, um den Parker und die gelieferte Hose zu testen. Also nix wie raus! Etwa eine Stunde bin ich durch Wind und Regen marschiert. Es ist prima, wenn einem das Wetter nichts anhaben kann. Kurz vor zu Hause war ich froh um eine kräftige Brise, die mich etwas abgekühlt hat. Test bestanden. Mollig warm bin ich zu Hause wieder angekommen. Das müsste für Island reichen. Und lange Unterhosen und warme Unterhemden gibt’s ja auch noch.

31.01.2023
Es steht noch eine Lieferung einer „vernünftigen“ Hose aus. Vernünftig=warm, wasser- und winddicht. Sollte aber noch in dieser Woche kommen. Das Thema Kleidung ist ein wichtiges. Auf Anraten des Organisators habe ich noch in wasserdichte Socken investiert. Kamen heute. Ich bin mal gespannt, ob sie halten, was sie versprechen und ob ich sie wirklich benötige. Aber die Gefahr, dass mal Wasser in die Wanderstiefel läuft ist einfach gegeben und so bleiben die Füße trocken. Zumindest ist das mal der Plan.
Vor einiger Zeit habe ich auch einen Parka von Fjällräven erworben, der wind- und wasserdicht sein soll. Erste Tests haben gezeigt, dass er super warm und winddicht ist. Den Regentest muss ich noch machen – habe aber keine Sorge, dass der negativ ausfällt. Und so wächst täglich die Packliste.

Januar 2023

Es ist langsam soweit. Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich die Fotoreise gebucht. Die Zeit seither ist schnell vergangen und so langsam wird’s ernst.
Ich werde hier ein wenig über die Vorbereitungen, mein Equipment (sowohl Fotoausrüstung und als auch alle anderen Utensilien) berichten, wenn’s geht ein paar Bilder während der Reise posten und am Ende der Reise berichten, was ich tatsächlich gebraucht habe und was vielleicht auch noch gefehlt hat. Zum Schluss werde ich dann auch noch eine Kostenaufstellung machen, was mich der Spaß letztendlich gekostet hat.

Termin: 16.03.2023 – 24.03.2023
Der Flug geht von Frankfurt aus nach Keflavik. Start gegen 11:00Uhr.
Damit auch ja nichts schief geht, reise ich am 15.03. nach Frankfurt und bleibe über Nacht in einem Hotel direkt am Flughafen. Leider nicht ganz billig. Aber bevor man den Flieger verpasst, weil der Zug nicht fährt…. Geplant ist, das Gepäck am 15.03. abends bereits aufzugeben und dann entspannt die Nacht im Hotel zu verbringen. Mal sehen, ob’s klappt.
Auch habe ich mich entschieden, Business Class zu fliegen, um mit dem Gepäck keine Probleme zu bekommen. 2 Handgepäckstücke (bis je 8kg) und 2 aufgegebene Gepäckstücke (jeweils bis 32 kg) können so mitgenommen werden. Damit wird’s entspannt.

Derzeitiger Plan für das Kameraequipment:
2-3 DSLR-Kameras, diverse Objektive, 1 normales Stativ, 1 Ministativ, mehrere ND-Filter inkl. Halterung, Polfilter, Fernauslöser, Panoramakopf, 5 Akkus, Speicherkarten, Ladegeräte, Stirnlampe, Taschenlampe, Regenschutz, Handtuch, Microfasertuch, Blasebalg